Produkte mit Angaben wie „bio“, „öko“ und „fair“ sind oftmals alles andere als umweltfreundlich oder sozial

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Kathrin Hartmann im Gespräch mit Richard Geisen.
(Foto: Theo Körner)

Das Erlebnis hat Kathrin Hartmann noch sehr genau vor Augen: Vor vielen Jahren sah sie eine Werbung für Fischstäbchen verbunden mit dem Hinweis, dass ein paar Cent vom Verkaufspreis in ein Meeresschutzprogramm fließen würden. Das, so war sie überzeugt, kann nicht zusammenpassen: Die Verbraucher sollen möglichst viel Alaska-Seelachs essen, obwohl man es dort mit einer Überfischung zu tun hat? Die Journalistin, die beim Querdenker-Abend im Sozialinstitut Kommende zu Gast war, schrieb seinerzeit einen Kommentar, den las ein Literaturagent und fragte, ob sie nicht darüber ein Buch schreiben wolle. Das sollte für die Münchener Autorin zur Initialzündung werden, dem Thema Greenwashing ganze Aufmerksamkeit zu schenken. Mit dem Begriff ist gemeint, dass Unternehmen ihre fragwürdige Geschäftspolitik geschickt verbergen – durch eine vermeintlich ökologische oder auch soziale Ummantelung oder durch effektive Ablenkungsmanöver.

Dazu wählen Unternehmen für ihre Produkte häufig Begriffe wie „öko“, „fair“ oder „Bio“, obwohl der Inhalt alles andere ist. Dem Endverbraucher könne man auch keinen Vorwurf machen, wenn er die Artikel kaufe, erläuterte Hartmann, vielmehr sei eigentlich der Gesetzgeber gefragt, wenn es um die Bestimmungen für die Signets geht. Es müsse halt geklärt sein, dass die Ware auch ein solches Label verdiene. Ein stärkeres juristisches Vorgehen wäre, wie die Referentin betonte, auch nach den verheerenden Katastrophen in Kleiderfabriken von Bangladesch erforderlich gewesen. Bis heute hätten sich Unternehmen – und das auch nur zögerlich – auf ein Brandschutzabkommen eingelassen.

Im Gespräch mit Kommende-Dozent Richard Geisen ging die frühere Politik-Redakteurin der Frankfurter Rundschau auf eine Reihe weiterer Beispiele ein, die sie hinterfragte. So lassen große Modekonzerne, die beispielsweise der Jugend sehr zugewandt sind, massenhaft Kleidung herstellen und wissen, dass sie damit zu einer verheerenden Überproduktion beitragen. Dennoch lassen sie davon nicht ab, weil sie bestimmte Marktanteile halten wollen.

Effektiv wirkt nach Darstellung der Referentin auch das Marketing beim Verkauf von bestimmten Kaffeekapseln. Obwohl diese zwar aus Aluminium bestehen, dessen Herstellung umweltbelastend und energieintensiv ist, finden sich viele Käufer – und das, weil ihnen zweierlei suggeriert werde. Zum einen bekommen sie das Gefühl vermittelt, ein besonders exklusives Produkt zu erwerben und zum anderen einem ebenso besonderen Publikum anzugehören.

Beim Biosprit sehe die Strategie ein wenig anders aus. Beim Verbraucher werde der Eindruck erweckt, dass er eine ganz andere Form von Mobilität betreibe, wenn er diesen Treibstoff benutze. Dabei müsse man aber die Frage stellen, ob der landraubende Anbau von Palmöl oder Sojaöl, das dann schließlich in Fahrzeugtanks landet, nicht viel zu sehr eine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion darstelle. Nach Ansicht von Hartmann werde in solchen Diskussionen dann auch nicht darüber gesprochen, wie sich das Verkehrsaufkommen vom Grundsatz her zum Schutz der Umwelt reduzieren lasse. In dem Zusammenhang wies sie darauf hin, dass Kerosin nach wie vor nicht besteuert werde, obwohl es ebenfalls ganz erheblich zur Kohlendioxid-Belastung beitrage.

Zudem erinnerte die Referentin an eine Umweltkatastrophe, die aus dem öffentlichen Bewusstsein nahezu verschwunden sei: die Havarie der Ölplattform Deep Water Horizon. Rund drei Viertel des Öls sei noch immer vorhanden, aber durch riesige Mengen Dispersionsmitteln unsichtbar gemacht. Ölmatten schwimmen nach wie vor durch den Golf von Mexiko. Dass kaum noch darüber gesprochen werde, liege aber auch an der Strategie des BP-Konzerns, der schon vor dem Ölunfall „auf Öko gesetzt habe“. In mehreren Kampagnen habe das Unternehmen seine Förderung umweltfreundlicher Energien herausgestellt, wobei es sich aber um einen eher marginalen Anteil am gesamten Engagement handele. Ferner habe BP schon sehr früh den Klimawandel als von Menschen gemacht anerkannt. Durch dieses Verhalten sei es dem Konzern gelungen, die Politik auf Abstand zu halten und Regulierungen oder auch Kontrollen zu verhindern, mit denen möglicherweise die Havarie hätte vermieden werden können.

Zur aktuellen Debatte um den Hambacher Forst hob Kathrin Hartmann darauf ab, dass bis zum Rodungsstopp durch das Oberverwaltungsgericht reines Konzerninteresse gegolten habe und durch die Politik geschützt worden sei. Nun komme es aber darauf an, schnellstmöglich mit dem endgültigen Kohleausstieg zu beginnen, zugleich aber auch alternative neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Info: „Die grüne Lüge“ heißt das Buch von Kathrin Hartmann, Blessing Verlag, 240 Seiten, 15 Euro. Unter dem gleichen Titel ist der Dokumentarfilm erschienen, den sie mit Regisseur Werner Boote gedreht hat.

Der Artikel ist auch folgender Seite zu finden:
https://www.kommende-dortmund.de/aktuelles/die-gruene-luege-kathrin-hartmann-beim-querdenkerabend

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Packender Historienroman um die Macht von Worten

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Die katholische Kirche tief gespalten, ein Papst und zwei Gegenpäpste ringen um die Macht im Gottesvolk: Mit einer Versammlung aller Kirchenoberen soll die Einheit wiederhergestellt werden: Alles das liegt rund 600 Jahre zurück und genau in diese Zeit nimmt der Autor Dirk Husemann die Leser seines Buches „Die Bücherjäger“ mit. Die Jahre des Konstanzer Konzils bilden einen bizarren Hintergrund für einen historischen Roman, der voller Spannung und Abenteuer steckt. Zur gut angelegten Dramaturgie der Geschichte gehört es, dass schon gleich zu Beginn ein Diebstahl für Aufsehen sorgt. Verschwunden ist ein Buch, dessen Inhalt, so viel kann verraten werden, zur Gefahr für bestimmte herrschende Kreise der damaligen Zeit werden könnte. Dass der Foliant, in einer Klosterbibliothek aus Sicherheitsgründen an eine Kette gelegt, nun plötzlich zu einem Zeitpunkt nicht mehr vorhanden ist, als ein Vertrauter von einem der Gegenpäpste auftaucht, sorgt für weitere Brisanz.

Poggio heißt der Mann, der als Handschriften- oder auch Bücherjäger unterwegs ist, um alte oder auch vergessene Texte wieder neu im Umlauf zu bringen. Doch nicht nur der wertvolle Band ist nicht mehr an Ort und Stelle, auch der Begleiter Poggios und die einzige Nonne, die in dem Kloster lebt, sind wie vom Erdboden verschluckt. Da der Abt weiß, was das Bekanntwerden des wohl gehüteten Geheimnisses auslösen könnte, bittet er nun den Gast, das Buch wiederzufinden. Der macht sich natürlich prompt auf den Weg und ist schon gleich großen Gefahren ausgesetzt. Dabei muss er auch miterleben, dass sein Kompagnon, der Dichter und Minnesänger Oskar von Wolkenstein, nicht nur eigene Interessen im Sinn hat, sondern sich im Zweifelsfall nicht an Treueschwüre und Freundschaften hält.

Zudem zeigt sich auch schon bald, was es denn eigentlich mit der jungen Dame auf sich hat, die als Ordensfrau ein scheinbar so züchtiges Leben führt. Agnes, so ihr Name, hat eine durchaus bewegte Vergangenheit und da taucht dann auch bald die Frage auf, was sie mit dem Buch zu tun haben könnte.

Zu den Protagonisten des inzwischen vierten historischen Romans von Dirk Husemann gehört schließlich noch Baldassare Cossa. Als (Gegen-)Papst nannte er sich Johannes XXIII, wobei hier keine Irritationen aufkommen sollte, denn es gab bekanntermaßen später noch einmal einen Papst gleichen Namens, der von 1958 bis 1963 Pontifex war. Baldassare hat es – salopp gesagt – faustdick hinter den Ohren. Von ihm könnte auch der Spruch von einem der späteren Päpste stammen, der da meinte, dass man vor allem das hohe Amt doch genießen solle. Unter anderem anhand des aus Neapel stammenden Parvenü bietet der Autor Einblicke in das Gebaren und Treiben der Geistlichkeit, die an dem Konzil teilgenommen hat. Prüde geht sicherlich anders.
Poggio, dessen aufregende Biografie der Verfasser fesselnd schildert, muss indes nicht nur einmal um sein Leben fürchten und ist, was wesentlich zum Spannungsbogen des Buches gehört, auch ganz zum Schluss noch einmal äußerst brenzligen Situationen ausgesetzt.

Dirk Husemann überzeugt einmal mehr mit einer packenden Erzählkunst, die plastisch und prägnant das Leben im Mittelalter in Erinnerung ruft. Dabei geht er detailreich, aber ohne sich in Einzelheiten zu verlieren, auf Kampftechniken, Handwerkskunst und natürlich das Bibliothekswesen der damaligen Zeit ein. Leserfreundlich ist das Glossar am Ende des Buches, wo man beispielsweise findet, dass Onager früher eine bestimmte Art von Katapult war oder Hübscherlein eine Bezeichnung für Prostituierte darstellte. Hilfreich ist zudem eine Auflistung der handelnden Figuren, eine Kennzeichnung, welche wirklich existiert haben und welche nicht. Eine Kurzbeschreibung der wichtigsten Persönlichkeiten ist darüber hinaus eine Bereicherung für den gesamten Kontext.
Im Übrigen hat es auch eine besondere Note, dass das verschollene Buch offensichtlich Informationen mit fraglichem Wahrheitsgehalt aufweist. Das Mittelalter als ferner Spiegel: eine originelle Kombination.

Dirk Husemann: Die Bücherjäger, Bastei-Lübbe, 447 Seiten, Taschenbuch

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„Schuldenbremse verhindert erforderliche Staatsausgaben

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Volkswirtschaftlerin Mechthild Schrooten kritisierte im Gespräch mit Richard Geisen das Prinzip
der „Schwarzen Null“.                                                                                                       (Foto: Theo Körner)

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln war die Volkswissenschaftlerin Mechthild Schrooten zum Querdenkerabend im Dortmunder Sozialinstitut Kommende angereist und fand in dem Zustand mancher Haltepunkte ein Beispiel, das ihre Kernaussage bestätigt: Der Staat hält sich mit seinen Investitionen zurück. Aber auch Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtungen und der öffentliche Wohnungsbau bekommen nach Worten der Professorin von der Hochschule Bremen die Folgen eines strikten Sparkurses zu spüren. Im Gespräch mit Dozent Richard Geisen stellte die gebürtige Duisburgerin und Mitglied der Arbeitsgruppe alternative Wirtschaftspolitik das Verhalten des Bundes in einen gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang. Denn die Ursache für fehlendes Engagement des Bundes liegt nach Darstellung der Expertin in der Schuldenbremse, die nach der Finanzkrise ins Grundgesetz aufgenommen wurde. Der Staat darf seit 2009 in nur sehr begrenztem Umfang weitere Schulden aufhäufen und ist zum Abbau von Altschulden verpflichtet.

Die Fragwürdigkeit solcher strikten Vorgaben zeige sich, wenn man Unternehmen als Vergleich heranziehe, führte Schrooten aus. Für die allermeisten Firmen sei es nicht möglich Jahr für Jahr Einnahmen und Ausgaben in der Waage zu halten, um am Ende die besagte „schwarze Null“ in den Bilanzen stehen zu haben. Ein Betrieb müsse investieren, um weiter nach vorne zu kommen. Ein Staat wiederum stehe vor der Herausforderung, auf verschiedenen Ebenen Angebote für die Bürger zu schaffen. Passiere das beispielsweise in der Schulausbildung nicht ausreichend, komme das dem Land später teuer zu stehen. Auch die extrem angespannte Lage auf dem Immobilienmarkt habe mit fehlender öffentlicher Förderung von Wohnungsbau zu tun.

Nach Darstellung der Wissenschaftlerin erlebt die Bundesrepublik schon seit einigen Jahren die Konsequenzen einer Weichenstellung, die noch aus den Zeiten der Wiedervereinigung stammt. In der so genannten Bonner Republik galt nach Worten der Expertin der Grundsatz, dass am Wirtschaftswachstum alle Bürger teilhaben sollen, „der Kit des gesellschaftlichen Zusammenhalts“. Nach dem Fall der Mauer habe man sich davon aber verabschiedet, die Redeweisen von Lohnzurückhaltung und „den Gürtel enger schnallen“ hatten jetzt, so die Darstellung der Wissenschaftlerin, einen Lauf. Da nun nicht mehr alle Bürger „mitgenommen wurden“, seien Verteilungskämpfe mit Gewinnern, auch aber Verlierern entstanden. Kinder- als auch Altersarmut stellen nach Aussage der Expertin unter Beweis, wohin es geführt habe, dass die Einbeziehung möglichst aller gesellschaftlichen Gruppen versäumt worden sei.

In der Frage, inwieweit nun von privater Seite in die Bresche gesprungen werden sollte, zeigte sich Mechthild Schrooten eher ablehnend, unter anderem auch mit Blick auf Erfahrungen aus anderen Ländern. Der Staat sei nun mal für eine Reihe von Aufgaben zuständig, insbesondere, wenn es um die schwächsten Glieder der Gesellschaft gehe.

Die Einführung des Mindestlohns habe im Übrigen äußerst positive Wirkungen erzielt, unterstrich die Volkswirtschaftlerin. Dadurch sei die Kaufkraft in Deutschland deutlich gestiegen. Die Drohungen, die Kritiker in den Raum gestellt hätten, wonach ein Mindestlohn der Wettbewerbsfähigkeit des Landes Schaden zufügen würde, waren, so Schrooten, vollkommen unbegründet. Eigentlich müssten sich die Skeptiker öffentlich entschuldigen, sagte sie im Gespräch mit Richard Geisen.

Zahlreiche Aussagen des Abends finden sich auch in den jährlichen Memoranden wieder, die die Arbeitsgruppe alternative Wirtschaftspolitik meist zeitgleich zum Erscheinen des Jahresgutachtens der „Fünf Weisen“ herausgibt. Ob denn die Positionen auch etwas bewirkt hätten, hakte Richard Geisen nach. Mit der Kritik an der Hartz-IV-Reform, wodurch sich das Leben vieler Menschen drastisch verschlechtert habe, den Argumenten für einen Mindestlohn oder auch der Forderung nach einer Finanzmarktreform habe man durchaus Einfluss auf den gesellschaftlichen Diskurs gewonnen, so der Kommende-Gast.

Der Text ist auch auf folgender Seite zu finden:

http://www.kommende-dortmund.de/aktuelles/die-schuldenbremse-verhindert-erforderliche-staatsausgaben

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Beim Kohleausstieg sozialverträgliche Lösungen finden

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Tausende von Demonstranten beteiligten sich am Protest für besseren Klimaschutz. (Foto: BUND)

Ob es am Ende nun 50.000 Teilnehmer waren, wie die Veranstalter erklären, oder 25.000 bis 30.000, die die Polizei „gezählt“ hat, der Protest am Hambacher Forst für einen Kohleausstieg und den Klimaschutz war eindrucksvoll. Mit seinem Beschluss hatte das OVG in Münster am Tag zuvor einen Überraschungscoup gelandet, denn dass die Richter die Rodung untersagen würde, hatten wohl die wenigsten Beobachter auf dem Zettel. In der Energiepolitik wurde da ganz offensichtlich eine Zeitenwende eingeläutet, interessanterweise genau in dem Moment, in dem sich auch der Steinkohlebergbau verabschieden wird. Ende des Jahres ist Schicht am Schacht auf der Bottroper Zeche Prosper Haniel. Ade schwarzes Gold. Möglicherweise trägt das endgültige Aus auch wesentlich dazu bei, dass sich eine große Mehrheit der Bevölkerung, wie eine aktuelle Umfrage des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zeigt, für den Erhalt des Hambacher Forstes und gegen eine weitere Kohleförderung ausspricht – und vor allem auch CDU-Anhänger sich der Forderung anschließen.  Die meisten Menschen messen Klima- und Umweltschutz einen hohen Stellenwert bei, der zurückliegende Sommer mit seinen Hitze-Extremen, aber auch Nachrichten aus aller Welt über Naturkatastrophen mögen da als Katalysator wirken.
So richtig und wichtig der Wandel im Energiesektor auch sein mag, wird es doch auch darauf ankommen, sozialverträgliche Lösungen zu finden. Das Ruhrgebiet hat den Strukturwandel weitestgehend hinter sich gebracht, aber ganz ohne Friktionen hat er sich nicht vollzogen. Daher ist auch jetzt Augenmaß gefordert, am Niederrhein, aber auch – und vielleicht sogar noch viel schärfer in der Lausitz, damit die Menschen alternative Beschäftigung finden, wenn sie ihren Arbeitsplatz verlieren. Ein hohes Maß an Arbeitslosigkeit war immer schon eine Gefahr für demokratische Systeme und daran hat sich nichts geändert, und wenn, dann ist die Brisanz noch größer geworden.

 

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Chancen in Zeiten der Veränderung sehen

Nun hat es also heute begonnen, das vierte und letzte Quartal 2018, mit dem sich einerseits Hoffnungen verbinden, dass beispielsweise bei den Kongresswahlen in den USA am 6. November Trump mehr als nur einen kräftigen Dämpfer erhält, andererseits bestehen gerade hierzulande manche Sorgen angesichts politischer Entwicklungen. Wahlen in Bayern und Hessen als Stichworte. Ebenso spannend dürften aber wirtschaftliche Fragen sein, beispielsweise wie es mit dem ThyssenKrupp-Konzern weitergeht, was aus den deutschen Autobauern wird, ob das Land den Herausforderungen der fortschreitende Digitalisierung gerecht wird. Unruhige Zeiten möchte man meinen, aber gerade beim Blick zurück, 50 Jahre vorher, waren ebenso Umbruchzeiten angesagt, wenn auch unter ganz anderen Vorzeichen. Eines sollte aber immer eine Richtschnur sein, dass man die offene Gesellschaft und eine soziale Marktwirtschaft nicht aus den Augen verliert.

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Polen steht vor einem heißen Herbst

Die Entscheidung ist und bleibt ungewöhnlich, zeigt aber zugleich auch die Brisanz der aktuellen politischen Verhältnisse in Polen: Die demokratischen Oppositionskräfte haben sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen, um bei den bevorstehenden Wahlen gemeinsam gegen die Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (Prawo i Sprawiedliwość – PiS) anzutreten. Die Urnengänge, die im Herbst beginnen, werden nicht nur über den Kurs Polens, sondern auch über das Schicksal des Landes entscheiden, sagen Experten. Denn es stelle sich die Frage, ob sich PIS und ihr starker Mann Jarosław Aleksander Kaczyński, der im Hintergrund die Strippen zieht, an der Macht halten kann. Dazu bietet das Deutsche Polen-Institut eine umfassende Analyse. PolenAnalysen222

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Was wirklich geschah, damals – 1968 in Westfalen

Großbölting_Westfalen

Krawalle und Proteste, an denen meistens Studierende beteiligt sind, oder auch junge Leute, die mit Flowerpower von sich Reden machen: Das ist nur ein kleiner Ausschnitt von dem, was sich alles 1968 ereignet hat. Denn in dem Jahr wurde auch der charismatische Bürgerrechtler Martin Luther King ermordert, wenig später starb Robert Kennedy durch ein Attentat, die Sowjetunion beendete brutal den so genannten Prager Frühling in der Tschechoslowakei und die USA gerieten wegens ihres Vorgehens in Vietnam immer mehr in die Kritik. Thomas Großbölting, Historiker an der Westfälischen Wilhelms-Universität, ist nun auf Spurensuche gegangen, welche Reaktionen die globalen Ereignisse in Westfalen hervorgerufen haben und was überhaupt die Menschen der Region damals bewegt hat. Dazu eine Besprechung unter:

https://www.revierpassagen.de/51832/aufruhr-in-der-provinz-das-jahr-1968-in-westfalen/20180724_1605

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