Wenn Tarnung zur Gefahr wird: Neuer Krimi von Heinrich Peuckmann

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Wenn eine Firma als Servicebüro bezeichnet wird, lässt das Raum für Interpretationen und Spekulationen. Was sich allerdings genau dahinter verbirgt, wird Bernhard Völkel, Kommissar in Frühpension, gewahr, als er sich in einen Fall vertieft, der zunächst recht harmlos beginnt. Die Hauptfigur in der Krimireihe des Kamener Autors Heinrich Peuckmann will die Bitte der Tochter nicht abschlagen, mit deren Freundin zu sprechen. Die nämlich fühlt sich verfolgt. Doch schon bald – und da beginnt der Spannungsbogen – stellt sich die Frage, ob es eigentlich um die junge Frau geht oder wer da vielleicht noch im Spiel sein könnte. Völkel lässt sich in seinen immerhin schon sechsten Fall immer mehr hineinziehen und bekommt es alsbald mit Menschen zu tun, die auch gern einmal ein Doppelleben führen. Damit ihr unmittelbares Umfeld davon aber nichts mitbekommt, brauchen sie ein Alibi oder unter Umständen auch mehrere. Dass sich die Kunden eines solchen Büros damit in höchste Gefahr begeben, können sie kaum erahnen. Allerdings bieten bestimmte Dienstleistungen  auch genügend Nährboden, um Menschen zu erpressen.

Heinrich Peuckmanns legt einen äußerst spannenden Krimi vor, der insbesondere auch durch den flotten Schreibstil überzeugt. Leser, die sich in der Region auskennen, werden noch mehr Freude haben, lässt der Verfasser das Geschehen doch an Orten und Stätten in Dortmund und Umgebung spielen. Und auch an die BVB-Fans ist gedacht, dreht sich doch in den Tagen der Ermittlungen alles um das Pokalendspiel im vergangenen Jahr.

Was anfangs noch wie eine Routinearbeit für einen erfahrenen Kommissar aussieht, entpuppt sich als eine Folge von Taten, bei denen zwei Menschen ermordet werden. Der Kommissar a.D. leistet harte Aufklärungsarbeit und  bekommt es auf einmal selbst mit der Angst zu tun.

Heinrich Peuckmann Tarnbriefe Lychatz-Verlag , 218 Seiten, 9,95 Euro

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