Eine Kapitänin, die Mut beweist, und eine EU, die nur wenig hilft

Menschenleben zu retten, das kann kein Verbrechen sein: Dieser Satz ist in diesen Tagen immer wieder zu hören. Daran gibt es nichts zu rütteln. Der Kapitänin Carola Rackete gebührt mehr als nur Respekt, sie hat Mut bewiesen oder beweist ihn auch immer noch. Sie wurde verhaftet und das weitere Vorgehen der italienischen Justiz ist  noch unklar. Die Reaktionen von Innenminister Salvini sind hingegen schwer erträglich und es fallen einem sofort unzählige Kommentare ein, die man diesem Politiker  entgegnen möchte. Bei aller Verwunderung für die Kapitänin und bei aller Kritik an Salvini sollte man aber die Zusammenhänge nicht außer Acht lassen. Und zu denen gehört nun einfach auch mal das Verhalten der EU gegenüber Italien. Das Erstarken der Nationalisten hat auch sehr viel damit zu tun, dass die Europäische Union Italien oft genug im Stich gelassen hat bei der Bewältigung der Flüchtlingsprobleme. Und auch nachdem die jetzige Regierung an die Macht kam, hat sich daran in Brüssel bzw. Straßburg wenig geändert. Dabei sind es nicht nur Polen oder Ungarn, die blockieren, Deutschland oder Frankreich geben auch kein Ruhmesblatt ab.

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