Der Geist, der aus der Flasche gelassen wurde

Heute ist der fünfte Todestag der Eisernen Lady und in den Medien wird an sie erinnert. Wenn man sich ihre Ziele, ihr Handeln und ihre Haltung vor Augen führt, dann kann man sich des Eindrucks nicht verwehren, dass der Geist, den sie aus der Flasche ließ, längst zurückgekehrt ist und dieses Mal mit noch mehr Vehemenz. Wobei sich Margret Thatcher nicht zu schade war, auch ganz klar zu signalisieren, dass sie den Wohlhabenden stets zu Dienste ist. Ihre Anti-Europa-Haltung, ihre gewerkschaftsfeindliche Einstellung, ja auch eine durchaus aggressive Politik (siehe Falkland-Krieg) waren ihre Markenzeichen. Doch nach dem Fall der Mauer und dem Wunsch vieler Menschen, alte Gräben aufzugeben und auf Solidarität zu setzen, war Thatcher abgeschrieben. Was aber muss heute passieren, damit die Orbans, die Putins, Erdogans und der Gelbe im Weißen Haus von der politischen Bühne treten? Ein Hoffnungsschimmer ist wohl der, dass es in vielen Ländern durchaus Proteste gibt – und die Bürger sich nicht mehr alles gefallen lassen.

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