Macrons Erfolg ist zugleich eine große Bürde

Die Überraschung ist perfekt: In Frankreich gewinnt zunächst ein Kandidat die Präsidentschaftswahlen, der vor drei Jahren noch auf der politischen Bühne nahezu unbekannt war. Nun siegt auch noch gleich die vom ihm neu gegründete Partei, die aus seiner von ihm initierten Bewegung hervorgegangen ist. Das bisherige Establishment wurde mehr oder minder abgestraft. Man schaut schon reichlich verwundert ins Nachbarland und auf die dortigen Ereignisse. Dass es Macron gelungen ist, den Front Nationale zurückzudrängen, ist dabei wohl die wichtigste Nachricht, war doch die Sorge groß, Marine Le Pen würde das gelingen, was ihr Gegenkandidat bei den Wahlen ums höchste Amt im Staate jetzt geschafft hat. Doch über eines darf die Entwicklung nicht hinwegtäuschen: Die Gefahr, dass die Rechte in Frankreich demnächst doch noch Gewinne einfahren kann, ist nicht gebannt. Denn so groß der Erfolg für Macron, so groß sind auch die Erwartungen an ihn. Er und seine Partei stehen unter einem enormen Erfolgsdruck.

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