Trump und tumb

An dieser Stelle sei mal kurz an Heinrich Lübke erinnert, Bundespräsident von 1959 bis 1969 und vor allem in Erinnerung geblieben, weil ihm seine eigene Erinnerung manchmal erheblich zu schaffen machte. So soll er den Namen der Hauptstadt von Madagaskar mit der des dortigen Staatspräsidenten bei der Begrüßung verwechselt haben, als er mal in Helmstedt besuchte, fiel ihm während eines öffentlichen Auftritts der Name der Stadt erst ein, als die Menge sie ihm zurief. Heute geht man davon aus, dass Lübke wahrscheinlich unter Demenz oder Alzheimer litt. Das macht die Situationen nicht besser, aber verständlicher. Wenn hingegen der US-Präsident namens Donald Trump nicht mehr weiß, mit wem er da gerade gesprochen hat am Telefon, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit  EU-Ratspräsident Donald (!) Tusk verwechselt, dann ist das nicht nur peinlich, sondern zeigt, dass dieser 45. Präsident der USA eine echte Gefahr darstellt. Denn, wenn jetzt schon solche groben Verwechselungen passieren, was droht dann als nächstes? Dieser Mann weiß nicht, wovon er spricht, ist ein harter Vorwurf, aber bei Trump mehr als zutreffend. Und dann faselt er auch noch von einem neuen Irak-Krieg und das vor führenden Militärs. Morgen will er die israelische US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Auch das zeigt, wie unsensibel und geschichtsvergessen dieser Mann agiert. Kurz nach der Wahl hatte man den Eindruck, nun gut, vielleicht kommt es doch nicht schlimm, wie befürchtet. Seit Freitag greift die Sorge um sich, es wird schlimmer als gedacht.

 

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