Protest der Zivilgesellschaft

DSC_0138.JPGRund 3.000 Menschen haben gestern in Dortmund ein klares Signal gegeben: Neonazis sind hier nicht willkommen. Die Rechtsextremen hatten (mal wieder) ihre Gesinnungsgenossen aus ganz Deutschland nach Dortmund eingeladen. 900 waren es laut Polizeiangaben und sie wurden mit Schmährufen und Trillerpfeifen empfangen. In den vergangenen Jahren waren die Neonazis immer wieder in der Westfalenmetropole und stets hat sich eine große Schar von Bürgern gegen sie gestellt, protestiert und Unmut kundgetan. Am gestrigen Samstag haben die Demonstrierenden sogar über eine Stunde bei brütender Hitze ausgeharrt, um den „Gästen“ zu zeigen, was sie von ihnen halten. Denn die Neonazis hatten sich bei der Ankunft verspätet, lag unter anderem auch daran, dass sie wohl erst allmählich ankamen.

Es scheint inzwischen wie ein Reflex zu sein, dass die Dortmunder Zivilgesellschaft reagiert, wenn die Neonazis einen Aufmarsch organisieren. Und dass diese Reaktion von Kirchen, Gewerkschaften und zahlreichen anderen Organisationen erfolgt, ist gut und richtig.

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Wesentlich war allerdings auch, was Superintendent Ulf Schlüter und Rene Scheer hervorhoben: Wehret den Anfängen, um es kurz und knapp zu sagen. Auch wenn es schwer fällt, aber es gibt so manche Äußerungen im persönlichen Umfeld, da sollte man auch reagieren. Nicht der erhobene Zeigefinger, kein Gutmenschentum, sondern lediglich ein kurzer Hinweis reicht in aller Regel.

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