Genial oder doch eher bedenklich? Zuckerbergs Idee eines Butlers

Zugegeben: Die Meldung ist schon ein paar Tage alt, aber stammt schon noch aus 2016. Facebook bzw. der Unternehmenschef Mike Zuckerberg arbeitet mit Hochdruck an einem intelligenten Computer-Butler. Er oder sie soll im Haushalt dem Menschen unangenehme, lästige oder zeitraubende Arbeit abnehmen, damit man den Tag besser genießen kann. Die Idee ist natürlich bezaubernd und das Kopfkino dreht schon die ersten Videos. Die Familie lässt es sich gut gehen, während – nennen wir ihn mal Emil – die lästigen grauen Staubknäuel entfernt, den Teppich sauber hält oder auch schon mal in der Küche das Abendessen zubereitet. Die Wäsche nimmt sich der fidele Helfer dann etwas später vor und hat natürlich auch im Sinn, schon das Frühstück für den nächsten Tag vorzubereiten. Sinn? Ja, wie auch immer es heißen mag, aber der Mensch soll das Programmieren lernen, damit ein solcher Butler, eine Art R2D2, auch auf individuellen Anforderungen eingeht. Wo käme man denn hin, wenn ein solches Genie quasi von der Stange zu kaufen wäre? Das klingt alles so unheimlich verlockend, gerade auch angesichts des demographischen Wandels kann dieser fleißige Emil oder das fleißige Lieschen älteren Menschen es ermöglichen, noch länger in der eigenen Wohnung zu leben statt in ein Heim wechseln zu müssen. Und nach manchen Arbeitstagen ist auch generell der Wunsch riesig, jemanden zu haben, der einem dazu verhilft, früher auf die Couch zu wechseln. Doch so schön das auch alles klingen mag, manchmal sind entstehen aber doch auch Ängste. Die uralte Frage: Hat der Mensch die Technik auch wirklich im Griff und in diesem Fall den Butler ständig unter Kontrolle? Das mag sich zwar scherzhaft anhören, aber was wäre, wenn so ein Apparat plötzlich ganz anders reagiert als gewünscht, Türen absperrt, die offen bleiben sollen, die Haustechnik falsch bedient oder so um einen herum wieselt, dass man es nur noch lästig findet, man aber ihn auch nicht abschalten kann? Was ist mit den ganzen Daten über unser Alltagsverhalten? Es ist ein weites Feld. Na ja vielleicht hilft ein solcher Butler auch dabei, seine eigenen Diätpläne besser zu verwirklichen.

 

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