Migration aus umgekehrter Sicht;: Die Berichterstattung zu Flüchtlingen in afrikanischen Medien

Migration aus der umgekehrten Perspektive betrachten: Das stand im Fokus der Konferenz im Dortmunder Erich-Brost-Institut. Bei der Veranstaltung, initiiert vom Verein Africa Positive und in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und der Deutschen Welle befassten sich Journalisten des afrikanischen Kontinents unter anderem damit, wie in ihrer Heimatländern über die Menschen berichtet wird, die ihre Heimat verlassen.

Dabei wurde zum einen deutlich, dass viele Staaten zunächst einmal selbst in großer Zahl Flüchtlinge aufnehmen. In Äthiopien kommen beispielsweise sehr viele Menschen aus Somalia an, neuerdings auch aus dem Jemen. Aber auch Uganda, Tanzania oder Kamerun, um nur einige Beispiele zu nennen, nehmen Flüchtlinge auf. Nicht nur wegen der Armut wollen die Leute nicht länger in ihren Herkunftsländern bleiben, oftmals sind es auch islamische Fundamentalisten, die durch Terrorakte Angst und Schrecken verbreiten. Die Medien, so war von den Journalisten zu vernehmen, befassen sich nur unzulänglich mit diesen Themen, aber auch die Fluchtbewegungen nach Europa finden nur ein geringes Echo. Es mangele an Hintergrundberichten über die Situation in europäischen Ländern, hieß es. Vor allem der Rundfunk mit seinen Radio- und TV-Sendern setzte stärker auf seichte Unterhaltung als auf politische Information.

Zu beobachten sei auch, dass in einigen Ländern China sich in das Mediengeschäft einschalte und es insbesondere durch die Bereitstellung von technischer Ausstattung schaffe, sich Einfluss zu verschaffen. Welche Folgen diese Entwicklung haben können, was das für den Journalismus bedeute, werde natürlich öffentlich kaum wahrgenommen und folglich auch nicht diskutiert.

Empfehlenswert und weitere Informationen:
http://www.tu-dortmund.de/uni/Uni/aktuelles/meldungen/2015-11/15-11-04_3fragen-fengler/index.html

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