Münzenfund weckt tödliche Begierde: Neuer Krimi von Heinrich Peuckmann

Da wird ein Landwirt tot auf seinem Acker gefunden, angesichts seiner Verletzungen besteht kein Zweifel: Der Mann ist umgebracht worden. Der erste Verdacht fällt sofort auf seine beiden Söhne, die sich das Erbe des Vaters einheimsen wollten. Doch sie haben sichere Alibis und so beginnen die Ermittlungen, in die sich der pensionierte Kommissar Bernhard Völkel einschaltet.

Es geht nicht mit rechten Dingen zu

In Heinrich Peuckmanns neuem Roman „Gefährliches Glitzern“ bleibt ihm aber wenig Zeit, die Ruhe vom Arbeitsleben zu genießen. Denn – wie heißt es so schön – halb zog es hin, halb sank er hin – er kann sich des Falls nicht verschließen, findet sich plötzlich mitten im Geschehen um die Untersuchungen des mysteriösen Mordes wieder. Denn die Gerüchte, dass möglicherweise in der Nähe des Tatortes oder direkt dort wertvolle Münzen aus römischer Zeit gefunden sollen, scheinen sich zu bestätigen, als ein Museumsdirektor sich mit Völkel in Verbindung setzt. Er hat aus dem Kreis von Hobbyarchäologen davon gehört, dass seltene Geldstücke aus der Zeit der römischen Belagerung aufgetaucht sein sollen. Irgendetwas scheint aber nicht mit rechten Dingen zuzugehen, ist der Eindruck, der sich dem Kommissar a.D. immer mehr aufdrängt.

Sensationsfund im freien Gelände

Über einen Gastwirt gelingt es ihm, Einblicke in die Szene der Heimatforscher zu bekommen, wobei es dabei wohl solche und solche zu geben scheint. Zudem wird eine anfängliche Vermutung zur Gewissheit, wonach es sich um einen Sensationsfund  von enormem Wert handeln muss. Wollte der Täter also Gold und Silber zu Geld machen und ist vielleicht dabei gestört worden? Da ist eine von vielen Fragen, die sich Völkel stellt und die er zu beantworten sucht. Dabei handelt er nicht auf eigene Faust, sondern versteht sich vielmehr als Helfer seiner Ex-Kollegen. Mit ihnen trifft er auch enge Absprachen, wobei es am Ende dann doch noch zu einer sehr brenzligen Situation kommen soll.

Skurrile Typen und enger Bezug zur Region

Der Krimi ist enorm spannend geschrieben, enthält einige Verflechtungen, wodurch der Leser mitunter schon mal auf falsche Fährten geführt werden kann. Das aber dient durchaus dazu, die Neugier zu wecken und das Interesse am weiteren Verlauf zu stärken. Es sind vor allem die skurrilen Typen, die der Geschichte ihren besonderen Reiz geben, Menschen, die es im Leben zu etwas bringen wollten, aber auf halber Strecke geblieben sind, oder Leute, die vor allem vom blinden, finanziellen Ehrgeiz getrieben sind.

Dabei lässt der Autor die Handlung im heimischen Raum spielen, vor allem  in Dortmund, in Kamen und Bergkamen. Zugleich erinnert er daran, dass die einst so bedeutende Bergbaustadt auch schon in römischer Zeit einen besonderen Stellenwert hatte. Davon zeugen die Überreste, die man im Bergkamener Römerlager besichtigen kann. Da kann es dann durchaus sein, dass 2000 Jahre alte Münzen auftauchen und Begehrlichkeiten wecken, die zur tödlichen Begierde werden.

Heinrich Peuckmann: Gefährliches Glitzern, Lychatz Verlag, 240 Seiten 9,95 Euro‘ ISBN: 978-3-942929-91-2

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