Was Herr Litfaß und Apps miteinander zu tun haben

Da kam doch im Gespräch mit Jugendlichen neulich die Sprache auf die gute alte Litfaßsäule. Nun gut, dass man den Herrn Litfaß nicht unbedingt kennen muss, der sich mit seiner „Erfindung“ ein Denkmal gesetzt hat, sei dahingestellt. Aber den jungen Menschen war auch die Existenz solcher Säulen völlig fremd. Ausgangspunkt der Unterhaltung war die Frage, wo und wie heutzutage geworben wird. Bei dem Versuch, den Jugendlichen das unbekannte Standobjekt zu erklären, wurde es sehr schwierig. Wenn man etwas nie bewusst wahrgenommen hat, ist das Bemühen, es sich vorzustellen, schon bald zum Scheitern verurteilt. Da half letztlich nur der Griff zum Smartphone und die Eingabe des Begriffs in eine Suchmaschine. Das Bild, das dann erschien, war in der Tat eine Litfaßsäule aus längst vergessenen Tagen. „Ja so etwas können wir auch nicht kennen, das war vor unserer Zeit“, war die einhellige Reaktion. Die Jugendlichen berührten daraufhin ein paar Mal ihre Handys, um dann ihr Apps zu zeigen. Wenn man heute irgendetwas suche oder sich orientieren wolle, dann auf diese Weise, meinten sie. Ob es wohl mal den Tag gibt, an dem Jugendliche fragen: App? Nie gehört. Was ist das eigentlich und: Wer hat’s erfunden?

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