Gedenken an Weltkriegsbeginn wichtiger denn je

Über den 100. Jahrestag des Beginns des 1. Weltkriegs ist in diesen Tagen schon viel geschrieben worden und vor allem auch über den Wandel der Zeiten. Während zwar in Mitteleuropa Frieden herrscht, lässt sich das für die Ostukraine nicht sagen, nicht für Nahost, nicht für einige arabische Länder und afrikanische Länder. „Und plötzlich hast Du Krieg“ hieß jüngst eine Schlagzeile bei Spiegel-Online und das war das Zitat eines Bürgers aus Donezk, der wohl vor ein, zwei Jahren auch kaum damit gerechnet hat, ungewollter Zeitzeuge oder gar Beteiligter eines Waffenganges direkt vor der eigenen Haustür zu werden. Das genau ist nämlich das Fatale: Eigentlich möchten die meisten Menschen doch ganz normal in Ruhe leben können. Aber siehe ISIS im Irak/Syrien, die Separatisten in der Ostukraine oder auch Rädelsführer in Libyen, sie haben andere Ziele und ein anderes Ansinnen. Die Bevölkerung leidet. Vor 100 Jahren gab es sicherlich eine Kriegsbegeisterung in Deutschland, aber man hätte sie auch eindämmen und einen Krieg vermeiden können. Dass es dann doch zu Leid und Elend kam, hat viele Gründe und ist ein hochkomplexes Feld. Sinnvoll ist es sicherlich, die richtigen Lehren zu ziehen, doch das scheint nicht wirklich zu funktionieren. Hierzulande ebenso wie auch in übrigen Teilen der Welt. Besonders verstörend finde ich, dass junge Deutsche, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, sich den radikalen Kämpfern im Nahen Osten und dem Norden Afrika anschließen. Was treibt diese jungen Männer, die es vorwiegend sind, an, sich einem heiligen Krieg zu verschreiben. Auch sie haben doch mitbekommen , in der Schule gelernt und auch durch die Medien genug erfahren haben, dass Hass nur zu neuem Hass führt und – siehe die beiden Weltkriege – Millionen Menschen zu Opfern werden. Bis heute wirken die Folgen nach. Das Bekunden, dass es nie wieder Krieg geben soll, darf gerade angesichts solcher Entwicklungen nicht verstummen, selbst wenn es wie ein Tropfen auf einen heißen Stein wirkt.

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