Das Leben unserer Ahnen, unserer ganz alten Ahnen

Heute mal wieder ein paar Notizen zu G/Geschichte. Das neue Heft ist herausgekommen und setzt den Schwerpunkt unter das Thema „Wer sind unsere Vorfahren?“  Aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln wird die Geschichte der Menschheit dem Leser nähergebracht und das auf erzählerische Weise – ohne dabei den Pfad des wissenschaftlichen Hintergrunds zu verlassen. Die Autoren graben durchaus tief und bieten ein facettenreiches Bild von der Stein- bis zur Bronzezeit. Der Weg der Besiedlung des blauen Planeten durch den Homo sapiens wird nachgezeichnet, der wahrscheinlich aus Afrika kommend sich auf den Weg machte. Er traf auf den Neandertaler, der bereits weit entwickelt, aber noch längst nicht seinen Stand erreicht hatte. Dass der Mensch eigentlich von einer Art abstammt, die in sich vielfältig war, das wird in einem weiteren Aufsatz herausgestrichen und Bezug auf die Funde im georgischen Denisova genommen. Dass die frühen Menschen auch künstlerisch unterwegs waren, Figuren, Musikinstrumente und Malereien anfertigten, das wird dem Leser auf imposante Weise dargestellt. Dabei beeindruckt das Heft hier wie auch an anderer Stelle durch Fotos, Grafiken und Illustrationen. Übrigens: Wie war das noch mal mit Stonehenge? Auch für diese Monolithen gibt es überzeugende Darlegungen. Um sich das Leben vor 10000 oder auch 15000 Jahren vorstellen zu können, bietet das Heft noch weitere Informationen, beispielsweise über Ackerbau und Milchwirtschaft. Wie es die Menschen einst mit  der Religion hielten, was es mit dem Sonnenkult in Sachsen auf sich hatte, das sind weitere Fragen, die in dem Heft beantwortet werden. Der „Mord im Eis“ darf natürlich fehlen. Nicht Mankell hat ihn geschrieben, sondern die Archäologen, die den Gletschermann Ötzi untersuchen.

Über den Schwerpunkt hinaus widmet sich die Ausgabe dem Mord an der Prostituierten Rosemarie Nitribitt im Jahr 1957, „in der biederen Adenauer-Republik“. Damit beginnt eine neue Folge, die den Namen trägt: „G/Geschichte ermittelt“.

Ein interessanter Mosaikstein in der noch recht jungen PC-Geschichte stellt der Blick auf den Videotext dar, mit dem alle Fernsehsender aufwarten. Diese Form von Nachrichten und Programmankündigungen wird als „digitaler Dinosaurier“ bezeichnet und zugleich auf das Deutsche Fernsehmuseum in Wiesbaden verwiesen.

Apropos Ausstellung: Das Baseler Museum der Kulturen widmet sich noch bis zum 6. Juli dem Phänomen der Körpergestaltung, also Masken, Tattoos, Piercing und Körperbemalung. Diesen Erscheinungen ist auch der Eingangsartikel gewidmet, schließlich beginnt ja bald der Karneval.

Im Internet ist G/Geschichte wie folgt zu finden:
http://www.g-geschichte.de/

 

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