Nicht dem Vergessen preisgeben

Nun war ich heute bei einer Gedenkfeier aus Anlass des Volkstrauertages, habe als Redakteur häufig über solche Veranstaltungen geschrieben und erst im vergangenen Jahr fand das zentrale Gedenken des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge für NRW in Schwerte statt, der Stadt, in der ich lange tätig war. Die Reden und auch die musikalische Untermalung, unter anderem mit einem irischen Lied, mit dem an die Opfer von Verdun erinnert wird, waren sehr passabel, da hat man  auch schon anderes erlebt. Nachdenklich hat mich allerdings das Durchschnittsalter der Gäste gestimmt. Die Zahl der unter 60-Jährigen lag im einstelligen Bereich. Anders gesagt: In zehn, 15 oder 20 Jahren wird es nur noch ein kleines Grüppchen sein, das sich dann in der Kirche und am Ehrenmal versammelt. In Schwerte geht man schon seit Jahren andere Wege. Schüler, die in Projekte des Volksbundes eingebunden sind, erzählen während der Gedenkfeier von ihren Erlebnissen, unter anderem über die Begegnungen mit polnischen Jugendlichen. Zudem traten schon mehrfach Jugendliche auf, die einen Rap vorbereitet hatten. Auf diese Weise verlor die Zusammenkunft ihren antiquierten Charakter. So etwas würde ich mir auch von anderen Veranstaltern wünschen, damit es auch dabei bleibt, womit die meisten Veranstaltungen enden, mit dem Appell, das Geschehene nie zu vergessen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.